Erdbeben in Venezuela am 24. und 25.06.2026
Am 24. Juni 2026 um 22:04:33 UTC (Koordinierte Weltzeit) ereignete sich in Venezuela ein Erdbeben der Stärke 7,2 und etwa 40 Sekunden später nur wenige Kilometer entfernt ein noch stärkeres Beben von 7,5. Nach etwa 11,5 Minuten erreichten die ersten seismischen Wellen am 25. Juni 2026 gegen 00:16 MESZ (Mitteleuropäische Sommerzeit = UTC + 2) das 8300 km entfernte Göttingen und wurden dort von den empfindlichen Seismographen registriert. Als die eindrucksvollen Oberflächenwellen gegen 00:40 MESZ eintrafen, hob und senkte sich der Erdboden in Göttingen um bis zu 1 Millimeter, wobei es etwa 45 Sekunden von einem Wellenberg bis zum nächsten dauerte – das merkt kein Mensch. Die ganze Stadt bewegte sich dabei in gleicher Weise, denn der Abstand von einem Wellenberg zum nächsten betrug etwa 100 km.
Die Grafik zeigt die Registrierung der Göttinger Station GTTG ( mit STS-2-Breitbandseismometer, Komponenten Vertikal, Nord-Süd, Ost-West) beginnend um 00:14 MESZ (= 22:14 UTC). Der erste Einsatz 2 Minuten später ist in dieser Darstellung kaum zu erkennen (P-Wellen), der nächste Einsatz etwa 10 Minuten danach ist schon deutlicher sichtbar (S-Wellen), und dann kommen ab 00:40 MESZ die großen, langwelligen Oberflächenwellen.

