Wilhelm Schlüter

entwickelt den Klinographen

Wilhelm Schlüter (1875-1902)

Wilhelm Schlüter entwickelt den von ihm so bezeichneten Klinographen. Ein Klinograph ist ein Messinstrument, das Veränderungen der Neigungswinkel an Hängen ermittelt. Schlüter befasste sich insbesondere mit der Erforschung der Langwellen, die durch Erdbeben ausgelöst werden. Er findet heraus "Die langen Beben sind nicht etwa lineare Schwingungen des Erdteilchens, sondern elliptische Schwingungen mit horizontal und vertikal bestellten Hauptachsen, deren Bahn nur wenig von der des Kreisels abzuweichen pflegt".

Zitiert aus "August Sieberg Handbuch der Erdbebenkunde, Nachdruck der Originalausgabe aus dem Jahr 1904". Hinweis: Sieberg gehörte unter anderem mit Karl Erich Andrée, Gustav Angenheister, Immanuel Friedländer, Beno Gutenberg, Franz Kossmat, Gerhard Krumbach, Karl Mack, Ludger Mintrop, Peter Polis und Emil Wiechert zu den Gründungsmitgliedern der am 19. September 1922 in Leipzig gegründeten Deutschen Seismologischen Gesellschaft, der heutigen Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft.

 

Wilhelm Schlüter