100-jährig und voll aktiv!

Die Wiechert’sche Erdbebenwarte Göttingen ist die erste und älteste Erdbebenwarte der Welt, die mit Seismographen ausgestattet wurde, welche wissenschaftlich auswertbare Seismogramme lieferten und noch immer in Funktion sind.

Historische Erdbebenwarte – Gebäude & Gelände

Die Wiechert’sche Erdbebenwarte Göttingen ist eine voll funktionsfähige seismologsiche Messstation und ein begehbares Technikmuseum zugleich. Besucher sehen hier historische und moderne Seismographen, erleben beim Fall der Mintrop-Kugel wie künstlich kleine Erdbeben ausgelöst werden oder wie einst mit dem Passage-Instrument die astronomische Zeit bestimmt wurde.  

Lernen Sie hier die einzelnen Gebäude auf dem Gelände der Erdbebenwarte kennen. Informative Unterhaltung wünscht Ihnen der Verein Wiechert'sche Erdbebenwarte Göttingen e.V.


Altes Erdbebenhaus

Das Alte Erdbebenhaus ist das Zentrum der Erdbebenwarte. Es ist voll von funktionsfähigen Messgeräten: der astatische Horizontalseismograph, das 17 t Pendel und der Vertikalseismograph. Das Haus ist seit 1902 in Betrieb – und noch immer sind die Seismographen voll funktionstüchtig. weiter 



Neues Erdbebenhaus 

Im Neuen Erdbebenhaus waren einst weitere Seismographen sowie eine Eichvorrichtung aufgebaut, von denen aber nichts mehr vorhanden ist. Seit 2005 registriert im Neuen Erdbebenhaus ein modernes Breitband-Seismometer Erderschütterungen. Damit gibt es Vergleichsmöglichkeiten zwischen alt und neu. weiter 



Astronomische Hütte 

Die Astronomische Hütte beherbergt das Passage-Instrument. Dieses Instrument wurde auf das Firmament gerichtet und diente der astronomischen Zeitbestimmung. Ein elektrischer Impuls wurde mit dem Seismogramm verquickt; somit konnten die an weltweit verschiedenen Orten erfassten seismischen Daten synchronisiert werden. weiter 


Samoa-Hütte 

Original oder nachgebaut? Fakt ist, dass auf Samoa eine Außenstelle der Göttinger Erdbebenwarte für deutsche Forscher eingerichtet wurde. Die Messstation war von Göttingen genügend weit entfernt, um vergleichende Werte zu erfassen. Das Samoa Observatorium gibt es heute noch, und die Samoa-Hütte ist ein schönes Souvenir an diese Zusammenarbeit. weiter


Gaußhaus 

1833 ließ Carl Friedrich Gauß im Garten der Göttinger Sternwarte ein Gebäude errichten, um Experimente und erdmagnetische Beobachtungen durchzuführen. 1902 wurde das Gaußhaus auf das Gelände der Erdbebenwarte umgesetzt. Es hat eine bautechnische Besonderheit: Es ist vollständig aus Holz und mit nicht-magnetischen-Metallen gebaut. weiter 


Ehemaliges Institut für Geophysik

Die Geophysik der Georg-August-Universität Göttingen hatte von 1901 bis zum Jahr 2005 in diesem prächtigen Gebäude ihr Domizil. Emil Wiechert forschte in der neuen Geophysik auf den Gebieten Seismik, Erdmagnetismus, Luftelektrizität und Meteorologie. Heutzutage befindet sich die „Jugendhilfe am Rohns“ in dem Gebäude. weiter 


Fallturm der Mintrop-Kugel

Ludger Mintrop – ein Schüler von Emil Wiechert – baute dieses Stahlgerüst. Hier ließ er eine Stahlkugel mit einer Masse von vier Tonnen 14 m tief fallen. Aus diesen Versuchen entwickelte sich die Methode der Sprengseismik  – eine Methode, um Bodenschätze oder Erdöl zu lokalisieren. weiter





Geländeplan der Wiechert’schen Erdbebenwarte
(PDF)

 

 

 



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Samoa Hütte
Gaußhaus
Ehemaliges Institut für Geophysik
Fallturm der Mintrop-Kugel
Geländeplan Erdbebenwarte Göttingen