Entdecke hier die Welt von Emil Wichert und wie Erdbeben entstehen.

Die Erdbebenwarte entdecken!

Die Wiechert’sche Erdbebenwarte Göttingen ist eine voll funktionsfähige seismologsiche Messstation und ein begehbares Technikmuseum zugleich. Besucher sehen hier historische und moderne Seismographen, erleben beim Fall der Mintrop-Kugel wie kleine Erdbeben künstlich ausgelöst werden oder wie einst mit dem Passage-Instrument die astronomische Zeit bestimmt wurde.  

Lerne hier die einzelnen Gebäude auf dem Gelände der Erdbebenwarte kennen. Informative Unterhaltung wünscht Dir und Euch der Verein Wiechert'sche Erdbebenwarte Göttingen e.V.






Altes Erdbebenhaus

Im Alten Erdbebenhaus siehst Du über hundert Jahre altes Hightech! Hier kannst Du einen Erdbebenmesser erleben, das 17-Tonnen-Pendel – der wohl schwerste und voll funktionsfähige Seismograph der Welt. Seit über 100 Jahren zeichnet er Erdstöße zuverlässig auf. Eingeritzt werden die von den Erdbeben ausgelösten Schwingungen in Rußpapier. Lass Dir erklären wie das Papier gerußt wird. weiter 

Neues Erdbebenhaus 

Im Neuen Erdbebenhaus siehst Du ein modernes Seismometer. Auf zwei Computer-Monitoren sind die Ausschläge der Erdbeben zu sehen. weiter






Astronomische Hütte
 

Erlebe hier, wie die astronomische Zeit bestimmt wird. Die Astronomische Hütte beherbergte das "Passage-Instrument". Dieses Instrument richteten die Wissenschaftler früher auf das Firmament (Himmel), um die Zeitpunkte von Sterndurchgängen zu beobachten. Auf diese Weise wurde die astronomische Zeit berechnet. Diese wiederum half, die auf den verschiedenen Punkten der Erde aufgezeichneten Erdbeben zu synchronisieren. Erst durch Vergleiche der Wellen konnten Erdbeben richtig ausgewertet und Rückschlüsse auf das Erdinnere gezogen werden. weiter 

Samoa-Hütte 

Original oder nachgebaut? Fakt ist, dass auf Samoa eine Außenstelle der Göttinger Erdbebenwarte für deutsche Forscher eingerichtet wurde. Die Messstation war von Göttingen genügend weit entfernt, um vergleichende Werte zu erfassen. Das Samoa Observatorium gibt es heute noch, und die Samoa-Hütte ist ein schönes Souvenir an diese Zusammenarbeit. weiter

Gaußhaus 

Das Gaußhaus ist ein Haus, das nur nur aus Holz und nichtmagnetischen Metallen errichtet wurde (wenn nötig, wurde nur Kupfer, Messing, Zink verwendet – aber kein Eisen). Aus gutem Grund war das Haus eisenfrei: Denn 1833 ließ der weltberühmte Göttinger Physiker Carl Friedrich Gauß das Gebäude errichten, um Forschungen über den Erdmagnetismus durchzuführen. Eisen wirkt magnetisch (ferromagnisch) und hätte die Forschungsergebnisse verfälscht. Das Haus stand zunächst bei der Sternwarte in der Geismar Landstraße und kam um das Jahr 1902 auf das Gelände der Wiechert'schen Erdbebenwarte Göttingen. weiter 

Ehemaliges Institut für Geophysik

Die Geophysik der Georg-August-Universität Göttinger hatte von 1901 bis zum Jahr 2005 in diesem prächtigen Gebäude ihr Domizil. Emil Wiechert forschte in der neuen Geophysik auf den Gebieten Seismik, Erdmagnetismus, Luftelektrizität und Meteorologie. Heutzutage befindet sich die „Jugendhilfe am Rohns“ in dem Gebäude. weiter 


Fallturm der Mintrop-Kugel

Ludger Mintrop – ein Schüler von Emil Wiechert – baute dieses Stahlgerüst. Hier ließ er eine vier Tonnen Stahlkugel 14 Meter tief fallen. Aus diesen Versuchen entwickelte sich die Methode der Sprengseismik. Mit dieser Methode verdiente Ludger Mintrop später sehr viel Geld: Er konnte in den Südstaaten der USA Bodenschätze oder Erdöl lokalisieren. weiter

 

 

Gut zu wissen!

Wer war Emil Wichert?

Emil Wichert war einer der wichtigsten Wissenschaftler, die Erdbeben erforscht haben. Er forschte und arbeitete in Göttingen. mehr

Kann ich selber ein Erdbeben auf der Wiechert’schen Erdbebenwarte in Göttingen erzeugen?

Ja, ein winziges! Beim sommerlichen Familienfest kannst du von einem kleinen Podest springen und ein Verstärker lässt die von dir erzeugten Vibrationen hörbar werden. Probiere es einmal aus!

Die Mintrop-Kugel hat eine Masse von 4 Tonnen oder 4000 kg? Können Menschen Sie in die Luft heben?

Ja! Auf der Erdbebenwarte haben einmal nahezu hundert Schülerinnen und Schüler mit mehreren Seilen die Mintrop-Kugel nach ober gezogen. Die notwendige Kraft wurde auf viele Personen verteilt. So war es möglich!


Geländeplan Erdbebenwarte Göttingen
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Ehemaliges Institut für Geophysik
Fallturm der Mintrop-Kugel